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Wie filzt man?

Die gewaschene, gekämmte Wolle wird flächenartig ausgelegt, mit Seifenwasser befeuchtet und niedergedrückt bis alle Wollagen durchfeuchtet sind. Danach fängt man an diese Fläche ganz vorsichtig zu streicheln. Die Wollfasern fangen an sich zu ...

... verfilzen, das kann man zB. feststellen indem man an der Oberfläche vorsichtig zupft. Bei angesetzem Filzvorgang hebt sich die Oberfläche zwischen den Fingern wie ein Zirkuszelt. Nach einigen Minuten kann man schon etwas drücken während man die Oberfläche weiter streichelt…und immer stärker wie man spürt und sieht, daß die Wolle sich verdichtet. Der fertige Filz ist ca. 1/3 kleiner als die ausgelegte Fläche war. Der Schrumpfungsgrad hängt ua. aber auch von der verwendeten Wollart und der Zahl der ausgelegten Wollschichten ab. Der halbfertige Filz wird gewalkt dh. möglichst auf einer geriffelten Oberfläche kräftig gerolt, geknautscht ev. vielmals auf den Tisch geschlagen. Wenn der Filz fertig ist, wird das Seifenwasser ausgespült. Ins letzte Spülbad sollte man einen Schuß Essig tun, damit der alkalische pH-Wert auf Dauer die Wollfasern nicht beschädigen kann. Nach dem Spülen wird das restliche Wasser ausgedrückt oder das fertige Stück in der Waschmaschine geschleudert, danach zum Trocknen ausgelegt, aufgehangen, in Form gezogen.

Dies ist natürlich nur eine ultrakurze Beschreibung des Nassfilzes. Falls du es noch nie probiert hast, empfehle ich einen Grundkurs zu besuchen oder mit Unterstützung einer erfahreneren Filzerin zu arbeiten, damit du auch wirklich Erfolg beim ersten Mal hast.

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