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Was für Filzmethoden gibt es?

Folgende Methoden sind die üblichsten beim Filzen. (Dies sind nur eine klitzekurze Beschreibungen und es gibt sie in etlichen Variationen, die hier nicht erleutert werden.)

Nassfilzen: die Wolle wird mit warmem Wasser und Seife durch erst vorsichtige Streicheleinheiten, später durch stärkeres Walken verfilzt. Hier kannst du kostenlose Filzanleitungen runterladen!

Trocken-/Nadelfilzen: Die trockene Wolle wird mit Filznadeln per Hand oder mit einem „embellisher“ (unoffiziell auch Filzmaschine genannt) gestichelt. Die Filznadeln haben widerhaken die ebenfalls in Richtung Nadelspitze zeigen. Diese schieben die erfassten Fasern beim Einstechen zwischen die anderen Fasern, die Nadel kann jedoch ohne zu verhaken wieder aus der Wolle gezogen werden.  Durch wiederholtes einstechen verdichtet sich das Material. Diese Art des Filzens ist eher für kleine Gegenstände, Bilder oder zur Verzierung geeignet. Nadelfilz wird nie so dicht, wie Nassfilz.

Kombination: das Nadelfilzen kann vor, während oder nach dem Trockenfilzen gut als Ergänzung genutzt werden zB. zum Verzieren oder als Hilfe bei nicht anfilzenden Teilen. Das nadelgefilzte Teil sollte auch nass nachgefilzt werden um eine einheitliche Oberflächenstruktur zu erhalten.

Nunofilzen:  als Trägermaterial dient eine Stofflage (Seide, Leinen usw.), die ganz dünn mit Wolle belegt wird. Durch Aufrollen der Lagen und vorsichtigem weiteren Rollen verbinden sich die Wollfasern mit der Textilie und es entsteht ein interessanter Stoff, der Nunofilz, der zB. als Kleidung oder Wohnraumtextilie geeignet ist. Abhängig von dem verwendeten Tragestoff entstehen verschiedene Oberflächenstrukturen, da die sich verdichtende Wolle versucht auch das andere Material zusammenzuziehen.

Rollfilztechnik: hier wird garnicht erst mit der Hand auf der Wolle rumgestreichelt. Die Wolle wird direkt nach dem Auslegen samt Rollo aufgerollt, festgebunden und so hin und her  gerollt. Die Rolle muß man öfter öffnen und nach dem Rechten sehen, den Rollfilz wenden und straffen.

Filzen in der Waschmaschine:  Die Wolle wird auf einen großen synthetischen Stoff (der verfilzt weniger mit der Wolle als natürliche Stoffe) ausgelegt und ohne Rollo zusammengerollt und festgebunden und kommt so in die Waschmaschine. Da man den Filzvorgang in kurzen Abständen prüfen muß, eignen sich dazu Waschmaschinen, den von oben befüllt werden. Waschmaschinenfilz ist dichter und rauher als Rollfilz. Einige halbfertige Filze (Puppen, Bälle, ausgestopfte Filzobjekte) lassen sich hervorragend in der Waschmaschine fertig filzen.

Aus Garnen mit min. 70% Wollanteil gestrickte Sachen (Puschen, Taschen, Kissenbezüge usw.) können in der WaMa gefilzt werden, so entsteht der sog. Strickfilz.

 

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